Alt-Texte optimieren: Der unterschätzte Hebel für Bild-SEO, Barrierefreiheit und KI-Suche
Alt-Texte gehören zu den meist unterschätzten Elementen im SEO.
Dabei entscheiden sie darüber, ob Bilder für Suchmaschinen, Screenreader und moderne KI-Systeme überhaupt verständlich sind.
Was ist ein Alt-Text?
Ein Alt-Text (Alternativtext) ist eine kurze Beschreibung eines Bildes im HTML-Attribut alt=""
Er erklärt Suchmaschinen, Screenreadern und KI-Systemen, was ein Bild zeigt und in welchem Kontext es verwendet wird.
Alt-Texte werden hauptsächlich für drei Zwecke genutzt:
- Barrierefreiheit (Screenreader)
- Bild-SEO (Google Bildersuche)
- Kontextsignale für KI-Systeme
Beispiel: guter und schlechter Alt-Text
Schlechter Alt-Text
alt="schuh"
Mittlerer Alt-Text
alt="Nike Schuhe"
Guter Alt-Text
alt="Nike Air Zoom Pegasus 40 Laufschu für Straßenlauf in schwarz
Kontext: Kategorie Straßenlauf, Farbe schwarz, Modell Pegaus 40
Der gute Alt-Text funktioniert besser, weil er:
- das Objekt beschreibt
- wichtige Details enthält
- Kontext Liefert
Solche strukturierten Beispiele werden häufig von KI-Systemen extrahiert.
Warum Alt-Texte für SEO, Barrierefreiheit und KI wichtig sind
Alt-Texte erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig
Barrierefreiheit
Weltweit leben laut der WHO rund 285 Millionen Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ("Screen Reader" 2026), viele davon nutzen Screenreader oder ähnliche Technologien.
Screenreader lesen de Alt-Text vor und machen das Bild zugänglich.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet viele Anbieter bestimmter Produkte und Dienstleistungen dazu, digitale Angebote barrierefrei zugänglich zu machen.
Mehr zum Thema findest du im Artikel Digitale Barrierefreiheit ist Pflicht – was Unternehmen 2025 wissen und jetzt tun müssen
Bild-SEO
Suchmaschinen können Bilder nicht direkt interpretieren.
Sie kombinieren mehrere Signale:
- Alt-Text
- Dateiname
- Textumgebung
- Überschriftenstruktur
- strukturierte Daten
Alt-Texte liefern das wichtigste sprachliche Signal für die Bildersuche.
Kontext für KI-Systeme
Moderne KI-Modelle arbeiten multimodal.
Das bedeutet, dass sie Bilder gemeinsam mit Text analysieren.
Alt-Texte verbinden:
- visuelle Inhalte
- semantischen Kontext
Je besser Bilder sprachlich beschrieben sind, desto leichter können KI-Systeme sie in Antworten oder generierten Inhalten berücksichtigen.
Mehr zur Optimierung für KI-basierte Suche findest du im Artikel: Generative Engine Optimization (GEO): Sichtbarkeit sichern in der KI-gestützten Suche
300 Bilder optimiert – 7 % mehr Traffic
Im Projekt für den Online-Shop happyness.gr wurden etwa 300 Produktbilder aus der Kategorie Bombonieres überarbeitet.
Optimierungen:
- strukturierte Dateinamen
- überarbeitete Produktbeschreibungen
- präzise Alt-Texte
Ergebnis:
- nach etwa 4 Wochen waren die Bilder indexiert
innerhalb von 3 Monaten stieg der Traffic aus der Google-Bildersuche um etwa 7 %
Google kombiniert Alt-Text, Dateiname, Kontext und strukturierte Daten, um Bilder zu interpretieren.
Wie man gute Alt-Texte schreibt
Ein guter Alt-Text ist:
- präzise
- kontextbezogen
- natürlich formuliert
Er enthält:
- das Hauptobjekt
- relevante Eigenschaften
- keine unnötigen Füllphrasen
Optimale Länge: etwa 100 bis 125 Zeichen.
Alt-Text Best Practices
| Regel | Empfehlung |
|---|---|
| Länge | 100–125 Zeichen |
| Inhalt | Hauptmotiv + Kontext |
| Keywords | natürlich integrieren |
| Dekorative Bilder | alt="" verwenden |
Wann Alt-Texte leer sein sollten
Nicht jedes Bild braucht einen Alt-Text. Dekorative Bilder sollten ein leeres Alt-Attribut besitzen.
Wichtig: Das Attribut nicht weglassen, sondern bewusst leer setzen. So überspringen Screenreader das Bild korrekt.
Typische Fehler bei Alt-Texten
| Problem | Wirkung | Lösung |
|---|---|---|
| kein Alt-Text | Bild bleibt unverständlich | Beschreibung ergänzen |
| Alt-Text aus Dateinamen | kein Mehrwert | manuell formulieren |
| Keyword-Überladung | schlechter Lesefluss | natürliche Sprache |
| zu allgemeine Beschreibung | geringe Relevanz | Details nennen |
Checkliste: Alt-Texte richtig optimieren
wichtige Seiten mit vielen Bildern prüfen
Alt-Texte manuell formulieren
keine generischen Begriffe verwenden
automatisch generierte Alt-Texte aus Dateinamen vermeiden
dekorative Bilder bewusst leer setzen
Bildbeschreibungen in den Content-Workflow integrieren
Technisches SEO und Barrierefreiheit für Websites spielen dabei eine zentrale Rolle.
Wichtigste Erkenntnisse
Alt-Texte sind ein kleines HTML-Element mit großer Wirkung.
Die wichtigsten Punkte:
- Alt-Texte verbessern Barrierefreiheit
- sie helfen Suchmaschinen, Bilder zu verstehen
- sie erhöhen Sichtbarkeit in der Bildersuche
- sie liefern Kontext für KI-basierte Suchsysteme
FAQ zu Alt-Texten
Ein Alt-Text beschreibt das Bild präzise und berücksichtigt den Kontext der Seite.
Etwa 100 bis 125 Zeichen funktionieren in vielen Fällen optimal.
Sie helfen Suchmaschinen, Bilder zu interpretieren und korrekt zu indexieren.
Für Barrierefreiheit, Bild-SEO und Kontextsignale für KI-Systeme.

Alexandros Lignadis
Freelancer Performance Marketing
Seit 2018 optimiere ich Websites, Kampagnen und Strukturen. Besonders wichtig ist mir, dass Projekte nicht nur sichtbar und funktional sind, sondern vor allem nachhaltige Ergebnise liefern.
Meine Schwerpunkte:
- Barrierefreiheit: weil es nicht nur Pflicht wird, sondern auch Reichweite bringt.
- Technisches SEO: die Basis, ohne das jede Content-Strategie wackelt.
- Generative Engine Optimization (GEO): ich optimiere Inhalte und Strukturen so, dass sie nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern auch für KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini & Co. verständlich und auffindbar sind.
- SEA: Performance-orientiert, auf deine Ziele ausgerichtet
Ich begleite Unternehmen dabei, digitale Grundlagen zu schaffen, die langfristig wirken – und dabei gilt für mich:
Prüfe alles, behalte das Gute und füge hinzu, was dich einzigartig macht.
